Bekommen Sie Ihre Geodaten-Analysen kinderleicht in den Griff mit Tableau 10.2

Kent Marten
am March 6, 2017

Kent Marten ist Senior Product Manager, Maps and Spatial Analysis bei Tableau. Dieser Beitrag wurde erstmalig am 24. Februar 2017 im Blog von Tableau veröffentlicht.

Hat die Geografie Einfluss auf Ihr Geschäft? Steht der Standort im Fokus Ihrer Analyse? Fast jeder, der Erkenntnisse aus Daten gewinnen möchte, dürfte diese Fragen an irgendeinem Punkt mit ja beantworten.

Für viele von Ihnen gehört die Arbeit mit Geodaten zum Tagesgeschäft. Für Sie und alle anderen Kartenfreaks bietet Tableau 10.2 einen nativen Konnektor zu Geodaten. Diese Funktion macht die Arbeit mit Geodaten wesentlich einfacher und verbessert zugleich die Leistung bei der Arbeit mit benutzerdefinierten Polygonen.

Mithilfe des Konnektors für Geodaten-Dateien kann sich jeder mit ESRI Shape-Dateien, KML, MapInfo-Tabellen und GeoJSON-Dateien verbinden. Dies sind die geläufigsten Geodaten-Dateiformate und Sie können zum Download verfügbare Daten auf offenen Datenportalen weltweit finden. Hier sind einige meiner Lieblingsbeispiele:

Aus den USA:

  • Data.gov: vollständiger Katalog offener Daten in den USA
  • Census.gov: Grenzen der Volkszählungsbezirke
  • Open Data Philly: großartiges Beispiel dafür, was viele Großstädte zu bieten haben

Nationale Datenportale:

Global interest:

  • GADM: Katalog der Verwaltungsgrenzen für fast alle Länder der Welt
  • HDX (Humanitarian Data Exchange): ermöglicht die einfache Suche und Nutzung von humanitären Daten

Bei dieser Funktion geht es aber nicht nur darum, sich mit offenen Daten zu verbinden. Viele Organisationen mit einem GIS-Analysten oder einer ganzen GIS-Abteilung haben diese Daten bereits. Die Arbeit mit benutzerdefinierten geografischen Gebieten wird nicht einfacher und Sie können Ihre vorhandenen Geodaten auf einfache Weise nutzen.

Erste Schritte mit Geodaten-Dateien

Als Erstes können Sie in drei einfachen Schritten eine Karte erstellen:

  1. Von der Startseite aus mit einer Geodaten-Datei verbinden
  2. Ein Arbeitsblatt aufrufen
  3. Das Feld „Geometrie“ und die Dimension, nach denen aggregiert werden soll, in den Container „Detail“ oder direkt auf den Arbeitsbereich ziehen

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

In dem Beispiel oben habe ich mich mit einer Shape-Datei von der Stadt Philadelphia verbunden. Die Datei enthält demografische Profilattribute nach Volkszählungsabschnitten. Aus dieser Datei habe ich das Attribut ausgewählt, das mich interessierte, und habe es einfach gezogen und abgelegt. Hier sehen Sie eine Visualisierung dazu, wie viele Einwohner in Fahrgemeinschaften in der Stadt zur Arbeit pendeln.

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

Natürlich enthalten nicht alle Geodaten-Dateien die Attribute, an denen Sie interessiert sind. Insbesondere wenn Sie private Daten in Karten darstellen möchten, müssen Sie Ihre Daten mit einer Geodaten-Datei kombinieren. Dies ist ebenfalls recht einfach. Sie können einfach die vorhandenen datenquellenübergreifenden Join-Funktionen von Tableau verwenden.

Hier sehen Sie ein Beispiel für die kartografische Darstellung von Wahldaten aus der Stadt Toronto. Nachdem ich mich mit der Shape-Datei der Wahlbezirke verbunden habe, habe ich eine Verbindung zu einem Tabellenblatt mit Wahlergebnissen hinzugefügt. Tableau richtet die Verknüpfung für Sie in vielen Fällen automatisch ein. In meinem Fall sieht die Verknüpfung so aus:

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

Jetzt können Sie zum Arbeitsblatt wechseln und Ihre Visualisierung erstellen. Ich habe „Geometry“, „Area_Name“ und „Eligible Voters“ auf den Arbeitsbereich gezogen, um diese Karte zu erstellen:

Es geht wirklich ganz einfach.

Ihre Daten integrieren

Nehmen wir an, Sie möchten das Ganze jetzt noch etwas aufpeppen. Richtig, machen wir das Ganze noch einen Tacken spannender. Dazu untersuchen wir eine benutzerdefinierte geografische Hierarchie mit Daten aus mehreren Quellen. In diesem Beispiel untersuchen wir das monatliche Durchschnittseinkommen im brasilianischen São Paulo. Die Daten stammen vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE).

Zuerst beginnen wir mit einer Datentabelle, die demografische Variablen und Codes enthält, welche mit geografischen Verwaltungsgebieten verknüpft sind. In diesem Beispiel arbeiten wir mit zwei geografischen Gebietsteilungen: Volkszählungssektoren und Bezirke. Nun fügen wir Verbindungen zu diesen geografischen Datensätzen hinzu und verknüpfen beide zur Ausgangstabelle. Die Verknüpfung mit der Join-Klausel sieht dann so aus:

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

In Ihrem Arbeitsblatt müssen Sie einen Parameter und mehrere berechnete Felder einrichten. Der Parameter ist das Steuerelement für die Interaktion mit der Visualisierung, und die berechneten Felder haben eine Logik für den Tausch von „Geometrie“ und „Detail“ in der Visualisierung. Ich habe den Parameter so konfiguriert:

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

Jetzt nutzen beide berechneten Felder dasselbe Muster für die Auswahl des richtigen Feldes aufgrund des Parameterwertes. Ich habe diesen Ausdruck verwendet, um die zu verwendende Geometrie auszuwählen:

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

Benutzerdefinierte geografische Hierarchien hinzufügen

Jetzt brauche ich nur noch das Parametersteuerelement zu aktivieren und die berechneten Felder und das Durchschnittseinkommen per Drag & Drop auf die Visualisierung zu bringen. Jetzt können Sie die Daten in São Paulo nach Bezirk oder nach dem granuläreren Volkszählungssektor abfragen.

Unterstützung für Geodaten-Dateien in Tableau 10.2

Haben Sie gemerkt, dass ich keine Zeit auf die Besprechung von Koordinatensystemen oder Scheitelpunktzählungen je Polygon verwendet habe? Das liegt daran, dass wir diese Funktion so gestaltet haben, dass sie die Komplexität der Arbeit mit Daten aus verschiedenen Projektionen automatisch für große, detaillierte polygonale Datensätze verarbeitet.

Mit dem Konnektor für Geodaten-Dateien gehört die Vorverarbeitung von Daten für die Verwendung benutzerdefinierter Polygone der Vergangenheit an. Sie können sich jetzt mit Geodaten verbinden wie mit einer Textdatei und all die fantastischen Funktionen in Tableau nutzen (datenquellenübergreifende Join-Klauseln, Parameter usw.), um so schöne Karten wie diese hier zu erstellen.

Sie können die nachfolgende Visualisierung herunterladen, um ihre Erstellung nachzuvollziehen.

Wenn Sie bereits mit der Arbeit mit Geodaten vertraut sind, dürfen Sie gewiss sein, dass diese Funktion erst der Anfang ist. Wir wissen, dass es noch gewisse Beschränkungen gibt. Zum Beispiel unterstützt die erste Version der Unterstützung für Geodaten noch keine linearen Geometrien oder KML-Dateien mit mehreren Ebenen. Dies ist eine großartige Gelegenheit für Sie, um uns mitzuteilen, was für Ihre Arbeit besonders wichtig ist und wie Sie Geodaten nutzen möchten. Bitte teilen Sie uns Ihre Wünsche im Ideas Forum mit.

Neuen Kommentar schreiben